Meldung vom 16. Februar 2010 - FC Zirgesheim - SV Wörnitzstein 1:1 (0:0)
Die Zirgesheimer gingen nervös in das Derby gegen Wörnitzstein. Nach der 9-2 Klatsche vom letzten Wochenende gegen die starken Genderkinger erhofften sich die Wörnitzsteiner ein „leichtes Spiel“ mit vielen Toren gegen die Donauwörther Stadtteilelf.
Das Spiel gestaltete sich von Beginn an ausgeglichen und man konnte auf ein spannendes Spiel hoffen. Die Zirgesheimer hatten sich im Gegensatz zu letzter Woche vieles vorgenommen ...
... und wollten den verkorksten Saisonauftakt wieder geradebiegen. Infolgedessen arbeitete die Abwehr um Florian Laub unter Hochdruck gegen den sonst so starken Angriff des SVW's. Beide Mannschaften ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen und kamen in der ersten Hälfte zu guten Torchancen, die aber ohne jeglichen Erfolg blieben. Bereits in der Anfangsphase musste der Mittelfeldakteur Sascha Lechner den Platz aufgrund einer Zerrung verlassen. Für ihn kam Jens Geißler ins Spiel, der nach längerer Verletzungspause sofort ins Spiel fand.
Bereits zu Beginn der zweiten Hälfte zeigt sich, dass sich beide Mannschaften mit einem Remis nicht zufrieden geben wollen. Alexander Mayer hatte mehrere Chancen, um die Heimelf in Führung zu bringen. Mit langen Bällen versuchten sie, die einzige Sturmspitze zu bedienen, welche sich dann durch die etwas verunsicherte Abwehr der Wörnitzszteiner durchkämpfte, aber seinen Meister meist im Schlussmann des SVW's fand. Nach der Einwechslung zweier SVW-Akteure hatten diese einige Chance, um den Sack zuzumachen, aber der Zirgesheimer Schlussmann Manuel Reitsam war stets auf dem Posten und hatte noch ein Wörtchen mitzureden. Florian Endres vergab eine gute Chance, um die heimischen Fans jubeln zu lassen. Es dauerte bis zur 72. Minute, ehe eine Mannschaft jubeln durfte.
Nach einem Pass aus dem hinteren Mittelfeld auf einen Wörnitzsteiner Stürmer, der bei der Ballannahme Libero Florian Laub foulte und danach wiederum am überragenden Torhüter Manuel Reitsam scheiterte, versenkte Zwettler eine quergelegte Kugel schließlich in den Maschen. Zuvor war das Leder aber im Toraus, was der Unparteiische jedoch nicht sah, wodurch der Treffer zu einem irregulären Treffer wurde. Ein FCZ-Akteur bemängelte dies und sah sofort die rote Karte, wodurch die Donauwörther Stadtteilelf geschwächt in die letzte Viertelstunde ging. Jetzt setzte die Heimelf alles auf eine Karte. Sie erspielte sich einige gute Chancen und scheiterten nur knapp vor dem Ziel. In der 80. Minute dann endlich kam die Erlösung. Alexander Mayer wurde 35 Meter vor dem gegnerischen Tor zu Fall gebracht. Reinhard Lorenz, der bereits gegen Genderkingen einen Elfmeter versenkte und ein Freistoßtor erzielt, nahm sich der Verantwortung an. Mit einem phänomenalen Freistoß ins linke obere Eck, der für den Gästetorwart unhaltbar war, erzielte er das hochverdiente und viel umjubelte 1-1.
In den letzten 10 Minuten versuchten die Gäste alles, um noch ein Tor zu erzielen, was aber durch die starke Hintermannschaft um den Spielführer Florian Laub verhindert wurde, so dass die Donauwörther Stadtteilelf den ersten Punkt in dieser noch jungen Fußballsaison entführen durften.
Nach der Niederlage von letzter Woche erholte sich der FCZ wieder sehr gut. Gegen die favorisierten Wörnitzsteiner gelang ein eindrucksvolles Remis, was auf eine spannende Saison hoffen lässt, in der der FCZ die Favoriten wieder einmal ärgern kann und wiederum zum „Favoritenschreck“ avacieren kann. Der Einsatz und der Wille haben gezeigt, dass man mit jedem Team in der Liga mithalten kann und sollte Motivation genug sein, unter den ersten 7 mithalten zu können, um nicht in die Reserveliga abzusteigen, sondern den Klassenerhalt zu ermöglichen.
Berichterstattung: Manuel Malik
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