Die Vereinsgeschichte des FC-Zirgesheim
In Zirgesheim wurde die "schönste Nebensache der Welt" schon vor dem 2. Weltkrieg gespielt. Die Orte Genderkingen, Marxheim und Monheim waren unter anderem die Gegner dieses "wilden" Kräftemessens. Anfang der 60er Jahre kickte vor allem die Dorfjugend oft normaler Kleidung und Straßenschuhen auf einem bereits als Sportplatz ausgewiesenen Grundstück östlich der Ortschaft.
Vereinsgründung:
Seit 1967 wurde im Gasthaus Riß und Gasthaus Mayer der Ruf nach einem eigenen Fußballverein immer lauter. Am 16. August 1968 gründeten 32 Erwachsene und 6 Jugendliche in der Gaststätte Riß den Fußballclub Zirgesheim. Diese Mitglieder, darunter 20 aktive, konnten beim Bayerischen Fußball-Verband angemeldet werden. Die Vorstandschaft setzte sich wie folgt zusammen:
- 1. Vorstand: Kurt Hanisch
- 2. Vorstand: Konrad Fröhlich
- Kassenwart: Johann Filser
Jugendfußball:
Bereits 1969 gelang es Initiator Konrad Fröhlich eine A-Jugend zu gründen. Ein Jahr später erfolgte die Aufstellung einer C-Jugend-Mannschaft, die ab 1971 an der Punktrunde teilnahm.
Unter Schülerleiter Dieter Elsner war man nicht nur sportlich erfolgreich, sondern die alljährlich durchgeführten Zeltlager wurden zu unvergesslichen Erlebnissen.
1975 wurde die A-Jugend dann Meister, verzichtete jedoch wegen der weiten Fahrstrecken und der dünnen Spielerdecke auf den Aufstieg. Ab 1977 war Adolf Stimpfle über 10 Jahre lang Jugendleiter und 1985 führte
Schülertrainer Jürgen Braun die C-Jugend zur Meisterschaft. Leider mußte 1 Jahr später die Schülerelf wegen Spielermangel abgemeldet werden. Unter Jugendleiter Manfred Kaltner wurde die A-Jugend als
Spielgemeinschaft mit Altisheim Meister der Saison 1988/89. Der letzte große Erfolg einer Jugendmannschaft gelang in der Saison 1992/93, als man unter Jugendleiter Manfred Sailer in die Kreisliga aufstieg.
Mittlerweile schaffte man es nicht mehr eigenständig Jugendmannschaften aufzustellen, somit entschloß sich der FC Zirgesheim die wenigen jugendlichen Kicker beim VSC Donauwörth unterzubringen.
Unter Spielertrainer Heinz Hackenberg und mit einigen Verstärkungen (Zirgesheimer, die bereits bei anderen Vereinen spielten) gelang im 2. Jahr ein überraschender 3. Tabellenplatz. Auch eine Reservemannschaft
stand ab 1969 zur Verfügung. Der größte Erfolg der 2. Mannschaft war der Gewinn der Meisterschaft 1979/80 in der C-Klasse. Zum Saisonende 1970/71 konnte die 1. Mannschaft nach hartem Kampf
die Meisterschaft in der C-Klasse erringen und den Aufstieg in die B-Klasse bejubeln.
Die Meistermannschaft von 1971:
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von links
obere Reihe: Kassier Josef Lindum, Schriftführerin Monika Wenzel, 1. Vorstand Max Heinle, 2. Vorstand Horst Roger, zweite Reihe: Alwin Burgesmeir, Helmut Karras, Karl Dauner, Johann Heinle untere Reihe: Heinz Hackenberg, Joachim Hanisch, Franz Kotter, Josef Dauner sitzend: Werner Havliczek, Johann Nesselthaler, Stefan Bartl, Oskar Herb, Rainer Späth, Peter Csiki |
Die beste Platzierung der 1. Mannschaft war 1977 ein 5. Platz in der B-Klasse. In den Jahren 1979 bis 1988 wurde der FC-Zirgesheim zu einer "Fahrstuhlmannschaft" und ist es bis heute geblieben. Man ist zwar immer wieder aufgestiegen, aber postwendend im Jahr darauf wieder abgestiegen.
Sportgelände:
Der bisherige Umkleideraum, eine hölzerne Bauhütte, wurde bei einem der vielen Hochwasser fortgeschwemmt. Darauf begann im Frühjahr 1970 der Neubau des Sportheims.
Aufgrund einer beispielhaften Mithilfe vieler Förderer und des unermüdlichen Arbeitseinsatzes der Mitglieder unter der Organisation von Vorstand Max Heinle machte der Bau große Fortschritte.
So konnte bereits nach einem Jahr seit Baubeginn das Vereinsheim mit einem dabei sattfindenden Pokalturnier eingeweiht werden. Am 25. Mai 1975 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister.
Anschließend wurde der Verein als Besitzer des Sportgeländes ins Grundbuch eingetragen und eine weitere Fläche für den Ausweichplatz gepachtet.
In den Jahren 1976 bis 1979 wurde der Sportplatz, der ständig vom Hochwasser gefährdet war, saniert und vergrößert. Parkplätze wurden angelegt, sowie Randplatten und Säulen für die Platzbegrenzung gesetzt.
Die Platzeinweihung fand im Rahmen des 10-jährigen Gründungsfestes vom 17. bis 19. August 1979 statt. Vor allem dem damaligen Vorstand Alfons Braun ist es zu verdanken, daß dieses Vorhaben trotz hoher Kosten
verwirklicht werden konnte. 1980 begannen die Arbeiten für den Stromanschluß. Die Flutlichtanlage konnte ein Jahr später in Betrieb genommen werden. Die Stadt Donauwörth erwarb 1982 den ausweichplatz und stellte
diesen dem FCZ zur Verfügung. Im Juni 1984 war der Zirgesheimer Sportplatz Austragungsort für das Entscheidungsspiel zwischen dem VSC Donauwörth und dem TKSV Donauwörth. Fast 2000 Zuschauer säumten die Sportanlage
und sorgten somit für den größten Besucherstrom bei einem Fußballspiel in Zirgesheim.
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